
Leistung
Kapitel 01 — Vom Bauerndorf zur Wagi-Stadt
Schlieren war lange ein Dorf an der Limmat: Felder, ein paar Höfe, der Flusslauf als Grenze und als Antrieb. Den Bruch brachte die Eisenbahn. Mit der Linie zwischen Zürich und Baden lag das Dorf plötzlich an einer der wichtigsten Achsen des Landes — flaches Bauland, Wasser, Gleisanschluss. Was in Zürich keinen Platz mehr fand, zog hierher. Aus Äckern wurden Areale, aus Bauern Arbeiter, aus Nachbarn Schichtkollegen.
Das Gesicht dieser Zeit war die Wagi, die Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik Schlieren. Hier entstanden Eisenbahnwagen, die durch die halbe Schweiz fuhren; dazu kamen Chemie, Metall und Gewerbe. Die Fabriken prägten den Takt des Tages und die Zusammensetzung der Bevölkerung — zuerst Zuzüger aus dem Schweizer Umland, später Arbeitskräfte aus Italien, Spanien, dem damaligen Jugoslawien. Als die Industrie in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts schrumpfte, blieben die Hallen, die Gleise und eine Stadt, die sich neu erklären musste.
[Platzhalter Zeitstrahl: Jahr Bahnanschluss, Gründungsjahr Wagi, Jahr der Schliessung, Jahr der Stadtwerdung — je mit Quelle einsetzen.]
Das zeichnet uns aus
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Die Bahn als Auslöser
Der Anschluss an die Linie Zürich–Baden machte billiges Flachland zum Industriestandort.
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Die Wagi
Die Wagons- und Aufzügefabrik gab der Stadt jahrzehntelang Arbeit, Takt und Selbstbild.
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Schwarzweiss erzählt
Das Kapitel arbeitet mit Archivbildern von Hallen, Gleisanlagen und dem alten Limmatraum.
